Reisemobil Stellplatz Salzburg

Bei unserem Besuch in Salzburg Mitte März verbrachten wir zwei Nächte auf dem Reisemobil Stellplatz im Norden der Stadt. Neben dem Stellplatz gäbe es, ebenfalls im Norden noch zwei Campingplätze, welche aber erst Ende März/Anfang April öffnen und auch geringfügig teurer gewesen wären. Die Entscheidung, welchen Platz wir anfahren, wurde uns also mangels Alternativen abgenommen.

Vor der Reise

Auf der Webseite lesen wir, dass der Platz geöffnet hat und dass wir ohne Reservierung einen Platz finden werden. Reservierungen sind nur zu Ostern, zu Weihnachten sowie über Neujahr empfehlenswert. Die kann man einfach per E-Mail an office@reisemobilstellplatz-salzburg.at per Bekanntgabe der Daten wie Name, Adresse, Fahrzeuglänge, Buchungszeitraum sowie Autokennzeichen erledigen. Zu beachten ist jedoch, dass man bei Reservierungen einen Mindestaufenthalt von 3 Tagen buchen muss. Eine Anzahlung wird nicht verlangt, man vertraut auf das Wort der Camper. Sollte man stornieren müssen, bittet der Betreiber um zeitnahe Info.

Lage und Anreise

Etwa 1 Kilometer von der Autobahnabfahrt „Salzburg Nord“ entfernt liegt der Stellplatz. Da dieser nicht beschildert ist, lohnt es sich für Ortsunkundige, das Navi zu nutzen.

  • Reisemobil Stellplatz Salzburg
  • Carl-Zuckmayer-Straße 26
  • 5020 Salzburg

Die Zufahrt ist vollkommen unkompliziert. Man verlässt die Autobahn und biegt zweimal ab, wartet bei einer Ampel und schon ist man am Stellplatz.

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Entfernungen

  • München: 140 Kilometer
  • Graz: 270 Kilometer
  • Wien: 290 Kilometer
  • Frankfurt am Main: 540 Kilometer
  • Berlin: 730 Kilometer
  • Amsterdam: 970 Kilometer

Die Ankunft

Wir kommen also nach etwas mehr als dreistündiger Fahrt aus Graz an einem Freitagnachmittag an. Die Rezeption ist unbesetzt, auf einem Schild steht: „Ist die Rezeption nicht besetzt, stellen Sie sich auf einen freien Platz und melden sich am nächsten Tag an“.

Das Prozedere des Anmeldens auf diesem Stellplatz ist jedoch etwas anders, mehr erfahren wir, als wir zu rückwärtigen Tür der Rezeption gehen.

Check-in

Auf der Türklinke der Anmeldung hängen Plastiktaschen, in denen jeweils der Anmeldezettel zu finden ist. Hier notiert man An- und Abreisetag sowie das Autokennzeichen und legt es hinter die Windschutzscheibe des Fahrzeugs. Dann sucht man sich einen freien Platz und ist angekommen.

Check-out

Auch hier ist alles im Self-Service zu erledigen. Man rechnet selbstständig den Preis aus, notiert diesen auf dem Anmeldezettel und legt das Geld in den Plastikbeutel. Durch den Wurf des Ganzen in den Briefkasten an der Rezeptionstüre ist der Check-out und die Bezahlung erledigt.

Kosten

Check-in und Check-out sind jederzeit möglich, der Reisemobilstellplatz hat 24/7 und 365 Tage im Jahr geöffnet.

Verschiedene Preise je nach Länge des Fahrzeugs und der Verwendung von Landstrom sind zwar auf der Preisliste angegeben, man bezahlt jedoch pauschal 25,- Euro.

Obwohl auf der Webseite Zahlung in bar und mit Kreditkarte angegeben ist, ist dies nicht möglich. Auch auf der Türe ist „Sorry, No Credit Card Payment“ zu lesen. Man sollte also einerseits genügend Bargeld mithaben, andererseits auch etwas Kleingeld, um den Betrag genau in das Plastiktascherl geben zu können.

Stellplatz

€25,-

Pro Nacht und pro Reisemobil

Tourismusabgabe

€1,75

Nächtigungsabgabe pro Nacht und pro Person

Late Check-out

€5,-

Beim Check-out nach
12:00 Uhr

Die Preise sind Beispiele und sind von uns mit Stand März 2023 von der aktuellen Preisliste erhoben worden und dienen nur zur Orientierung. Abweichungen und Änderungen vorbehalten.

Was bietet der Platz

Der Stellplatz ist speziell für Reisemobile ausgelegt. Wohnwagen sind hier, wie auf vielen Stellplätzen, verboten. Auf großzügige Zufahrten und Kurvenradien wurde Wert gelegt. Die Zufahrt ist 7 Meter breit.

Die Stellplätze

Der Untergrund ist größtenteils Schotter, mit einigen grünen Stellen. Die Stellplätze sind mindestens 5 Meter breit und können auch sehr große Mobile von bis zu 20 Metern aufnehmen. Die Abgrenzung zwischen den Mobilen ist mit rot gestrichenen Betonkästen realisiert. Diese sind bepflanzt, was in der warmen Saison sicherlich schöner aussieht wie bei unserem Besuch im März. Leider war der erdige Inhalt teilweise auf den Stellplätzen verteilt, sodass man beim Herumgehen ums Mobil immer mal wieder in nasse Erde trat. Der Stellplatz verfügt über keinerlei Schatten, es sind keine Bäume vorhanden.  Stromsäulen sind jeweils zwischen 4 oder 6 Plätzen zu finden.

Sanitäranlagen

Die beheizten Sanitäranlagen für Damen und Herren sind mittels Zugangscode, welcher auf dem Check-in Zettel zu finden ist, erreichbar. Allerdings waren bei unserem Besuch die Anlagen zu keiner Zeit versperrt und wir mussten den Code zu keiner Zeit eintippen. Es gibt insgesamt 10 Duschen, 10 Toiletten, 2 Urinalen, und 12 Waschbecken. Die WCs waren immer sauber, Klopapier war stets vorhanden. Die Dusche überzeugt einerseits mit einem großen Vorraum zum Umkleiden, genügend Ablagefächer zum Zwischenlagern der frischen und gebrauchten Kleidung und vielem mehr. Mit etwas mehr Sauberkeit und eine Grundreinigung wäre die Dusche fast ideal. Abwaschbecken für Geschirr und gegen Gebühr Waschmaschinen und Trockner sind ebenfalls vorhanden.

Ver- und Entsorgung

Als Wohnmobilstellplatz wird auf die Ver- und Entsorgung großer Wert gelegt. Direkt neben der Einfahrt ist der Platz mit Rinne für Grauwasser, Entsorgung Chemietoiletten sowie Wasserhähne zum Auffüllen von Trinkwasser. Da es zwei verschiedene Wasserhähne mit Trink- und Spülwasser gibt, sollte man aufpassen, welches davon man in seinen Frischwassertank füllt. Hier findet man auch eine großzügige Müllinsel mit allen nötigen Mistkübeln.

Die Ver- & Entsorgung ist auch ohne Stellplatzbenützung möglich und kostet 5,- Euro.

Gastronomie / Einkaufen

Am Platz gibt es einen Aufenthaltsbereich mit einigen Tischen und Sesseln sowie Getränke- und Kaffeeautomaten. Die Preise sind fair, so kostete im März 2023 ein halber Liter Mineralwasser 1,30 Euro oder eine Halbliterdose Bier 2,- Euro. In diesem Bereich gibt es auch eine Vielzahl an Prospekten und Infos zur Stadt Salzburg. Wochentags soll zwischen 8:30 und 8:45 Uhr ein regionaler Bäcker vorbeikommen und frisches Gebäck, Brot, Snacks und Mehlspeisen anbieten.  In Gehweite befindet sich ein Lebensmitteldiscounter „HOFER„, ein Baumarkt „OBI“ sowie ein Sportgeschäft „Intersport“.

WLAN oder Internet verfügbar?

WLAN sollte gegen Aufpreis am Platz vorhanden sein. Die Rezeption war bei unserem Besuch aber kaum besetzt, jedoch kann man zur Information jederzeit eine dort angegebene Telefonnummer wählen.

Angebote für Hunde

Hunde sind hier kostenlos, es gibt aber auch einen hundefreien Bereich. Eine eigene Hundewiese, wo der Vierbeiner frei laufen kann, ist im oberen Bereich angesiedelt.

Salzburg

Die Sehenswürdigkeiten in Salzburg sind so zahlreich und verschieden, dass es hier unmöglich ist, alle zu teilen. Ich erwähne aber einige persönliche Tipps, die uns in Salzburg hervorragend gefallen haben.

  • Radfahren: Eine schöne 7 Kilometer lange Tour führt direkt in die Altstadt von Salzburg. Wir wählten nicht die schnellste, sondern haben uns für einen kleinen Umweg entschiedenen. Diese ist zwar um fast 2 Kilometer länger, führt aber statt auf einer breiten Zufahrtsstraße entlang des Söllheimer Baches zur Salzach und weiter am Uferradweg in die Innenstadt. Auch durch viele Straßen der Innenstadt kann man mit dem Rad fahren, außerdem gibt es zahlreiche Abstellplätze.
  • Sightseeing: Wer schnell und viele Sehenswürdigkeiten der Stadt erkunden möchte, dem sei sie Salzburg-Card empfohlen. Die Karte gibt’s wahlweise für 24, 48 oder 72 Stunden um 30, 39 oder 45 Euro für Erwachsene. Inkludiert sind sehr viele Museen wie das Mozartgeburts- oder wohnhaus, viele Fahrten wie die Liftfahrt zum Mönchsberg oder die Festungsbahn, der Eintritt in die Festung, in den Zoo, ins Weihnachtsmuseum und vieles mehr. Auch die Salzburger Öffis sind in der Karte inkludiert.
  • Einkaufen: Natürlich kann man in der Getreidegasse shoppen, wer aber gerne Schnäppchen jagt, der sollte einen Blick zum McArthurGlen in Salzburg werfen. Hier gibt es oft gute Angebote.
  • Stadtspaziergang: Ob entspannen am Ufer der Salzach, schlendern durch die Getreidegasse, ein Aufstieg auf den Mönchsberg – die Innenstadt hat viel zu bieten und ist gerade zu Fuß immer einen Besuch wert.
  • Essen und Trinken: Zahlreiche (hochpreisige) Lokale laden zum Verweilen ein. Wir haben uns ein Backhendl vom Markt in Körbchen beim Festspielhaus gegönnt, einen köstlichen Topfenstrudel und Nussecken am Markt geholt und zwischendurch noch die „original Salzburger“ Bosna in der Getreidegasse verkostet.

Das sagen andere zum Campingplatz

Schöner Stellplatz mit einigen positiven Aspekten
Einige Rezensenten waren von dem Stellplatz im Norden von Salzburg positiv beeindruckt. Sie lobten die günstige Lage neben der Autobahn und die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Auch die Sauberkeit der sanitären Anlagen wurde gelobt, insbesondere die extrem sauberen Toiletten und Duschen. Einige Gäste erwähnten auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals. Der Platz wurde als ausreichend groß beschrieben und es gab genügend Möglichkeiten zur Ver- und Entsorgung.

Einige negative Aspekte hinsichtlich der sanitären Anlagen
Einige Gäste waren jedoch weniger zufrieden mit den sanitären Einrichtungen. Sie bezeichneten die Anlagen als Mittelmaß und bemängelten ihre Sauberkeit, hauptsächlich bei hoher Auslastung des Platzes. Insgesamt wurden die sanitären Einrichtungen mit den Anlagen in Graz verglichen und als fast 5-Sterne bewertet. Einige Rezensenten erwähnten auch, dass die Stellplätze klein waren. Überdies wurde der Preis als zu hoch empfunden, insbesondere im Vergleich zu den angegebenen Preisen im Internet.

Fazit: Guter Stellplatz mit kleinen Mängeln
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Stellplatz im Norden von Salzburg viele positive Aspekte hat, wie die günstige Lage, gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und ausreichend große Stellplätze. Die sanitären Einrichtungen wurden von einigen Gästen jedoch als Mittelmaß bewertet und es gab Kritik an ihrer Sauberkeit bei hoher Auslastung. Der Preis wurde als zu hoch empfunden. Insgesamt scheint der Stellplatz jedoch für einen Städtetrip nach Salzburg geeignet zu sein, insbesondere aufgrund seiner guten Verkehrsanbindung.

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