Camping de Paris

Im 16. Pariser Arrondissement befindet sich der 4 Sterne Campingplatz Camping de Paris. Der Campingplatz besticht durch seine exzellente Lage nahe der Seine in einem Park. Viel Grünflächen, große Stellplätze und jede Menge natürlicher Schatten zeichnen diesen Campingplatz aus. Die nächste U-Bahn-Station ist etwa drei Kilometer, das Pariser Zentrum zirka 5 Kilometer entfernt. Der Campingplatz fühlt sich nicht wie ein typischer Stadtcampingplatz an und eignet sich perfekt für einen Städtetrip in die Hauptstadt Frankreichs. Was ihr über die Buchung wissen solltet, alles über den Platz und viele Tipps zur Mobilität und zu Paris könnt ihr in diesem Beitrag erfahren!

Vor der Reise

Da wir in der absoluten Hauptsaison gereist sind, haben wir den Platz schon im Mai gebucht. Hier ist ein tägliches Kommen und Gehen.

Buchung

Die Buchung erfolgt einfach und schnell über die Webseite. Man wählt einfach die Anzahl der Personen, die gewünschte Unterkunft (hier stehen Stellplätze sowie Mietunterkünfte zur Wahl) und das gewünschte Reisedatum. Nach dem Klick auf „Suchen“ zeigt die Buchungsseite verfügbare Möglichkeiten an.

Nun kann man die Option „Stellplatz“ reservieren. Eine weitere Abfrage will wissen, ob man mit Wohnmobil, Wohnwagen, Faltcaravan oder Zelt anreist. Hat man gewählt, wird man noch über die Größe bzw. Länge befragt.

Im nächsten Schritt werden mögliche Zusatzoptionen abgefragt, welche per Anhaken eines Kästchens gebucht werden können:

  • Strom
  • Haustier
  • Zusätzliches kleines Zelt (maximale Größe 2 x 2 Meter)
  • Doppelachse
  • Genaue Platzreservierung: Mit diese Option ist es möglich, Platzgenau zu reservieren. Bestätigung erfolgt innerhalb 72 Stunden.
  • Reiserücktrittsversicherung

Diese Wahlmöglichkeiten sind allesamt kostenpflichtig. Teuer sind beispielsweise der Doppelachser, welcher mit aktuell 39,- € zu Buche schlägt, aber auch die Wahl des Platzes, welche mit 65,- € verrechnet wird.

Hat man auch diese Wahl getroffen, so muss man sich auf der Seite mit E-Mail-Adresse, Passwort und den persönlichen Daten anmelden. Ist dies geschehen, so wird man zum Zahlungsportal weitergeleitet. Verschiedene Zahlungsarten stehen zur Wahl: Kreditkarte, PayPal oder Sofortüberweisung, Maestro oder giropay. Mindestens eine 30% Anzahlung ist sofort fällig, ausgenommen man bleibt nur eine oder zwei Nächte – dann wird der Gesamtbetrag verrechnet.. Der Rest kann jederzeit bezahlt werden, spätestens bei der Anreise ist der Gesamtbetrag jedoch fällig. Auch dies kann bequem online erledigt werden. Mittels Zugangsdaten kommt man immer zum Bezahlportal.

Wir haben uns etwas später entschieden, einen Tag länger zu bleiben. Per E-Mail wurde uns diese eine Nacht unkompliziert innerhalb kurzer Zeit aufgebucht.

Stornobedingungen

  • Länger als 30 Tage vor dem Anreisedatum werden eine Stornogebühr von 50,- Euro pro Stellplatz, die Buchungsgebühr und gegebenenfalls die für den Abschluss der Reiserücktrittsversicherung anfallende Gebühr einbehalten.
  • Kürzer als 30 Tage vor Anreise oder bei Nichterscheinen auf dem Campingplatz wird die Anzahlung einbehalten. Bearbeitungsgebühren und die für eine möglicherweise abgeschlossene Versicherung anfallenden Gebühren können unabhängig vom tatsächlichen Stornierungsdatum nicht erstattet werden.
  • Auch für gebuchte und nicht in Anspruch genommene Zusatzleistungen erfolgt keine Erstattung.
  • Wenn der Tarif „No Flex” gebucht wurde, kann dieser weder geändert noch erstattet werden.

Die Lage

Der Campingplatz liegt zwischen Seine und dem Bois de Boulogne im 16. Bezirk im Nordwesten von Paris. Durch die Lage am Rand, in der Nähe des Parks ist der Campingplatz kein typischer Stadt-Campingplatz und wirkt sogar etwas ländlich. Wegen der Nähe zur Straße sowie durch Konzerte und Veranstaltungen im Park merkt man akustisch aber schon, dass man sich in einer Großstadt befindet.

Booking.com

Die Anreise

Über die gebührenpflichtige Autobahn reisen wir nach unserem Besuch im Europapark Rust an. Die breiten Autobahnen sind gemütlich zu fahren, da wir sonntags reisen ist auch wenig Verkehr. Weniger entspannt wird es, sobald wir den Großraum Paris erreichen. Die französische A4 mündet in die chaotische Ringautobahn, welche viel Stau, zähen Verkehr und jede Menge Tohuwabohu mit sich bringt. Von Motorrädern die zwischen zwei Gespannen fahren, rechts und links überholenden bis zu waghalsigen Spurwechselmanövern haben wir viel erlebt und waren froh, bei der richtigen Ausfahrt die Autobahn verlassen zu haben. In Paris ist der Verkehr aber auch nicht besser. Ruhe bewahren und langsam und sicher an Ziel, dort das Fahrzeug abstellen und erst wieder bewegen, als wir die Stadt verlassen war unser Kredo.

Vorsicht Umweltzone

Seit 2017 gilt in Paris eine Umweltzone, die sogenannte Crit’Air-Vignette wird benötigt. Bei unserem Besucht durften in die Zone, in der sich auch der Campingplatz befindet noch Fahrzeuge der Klasse 3 einfahren. Die wird sich in den nächsten Jahren aber schrittweise weiter verschärfen! Man benötigt jedenfalls eine Vignette, Plaketten aus anderen Ländern sind nicht gültig. Auch die deutsch, grüne Umweltplakette beispielsweise wird nicht akzeptiert.

Auch hier keine Rechtsauskunft, da sich die Regelungen ändern können, aber: Im Jahr 2022 war die Umweltzone nur an Werktagen tagsüber. Am Sonntag hätte man also auch mit einem Fahrzeug mit schlechteren Umweltwerten zum Campingplatz gelangen können.

Die Crit‘Air-Plakette kann man im Internet bestellen. Hier steht etwas von einer Woche Lieferzeit. Bei uns hat es aber knapp ein Monat gedauert, bis wir den Brief im Postkasten hatten. Also empfehlen wir eine rechtzeitige Bestellung. Vorsicht auch vor Abzocke im Internet. Es gibt einige private Anbieter, welche die Plakette anbieten. Der offizielle und günstigste Weg, die Plakette zu bekommen, ist über die Webseite https://www.certificat-air.gouv.fr/. Hier kostet die Plakette 3,11 Euro plus 1,40 Euro Auslandsporto. Man benötigt den Zulassungschein und allerhand Details zum Fahrzeug.

Entfernungen

  • Graz: 1250 Kilometer
  • München: 580 Kilometer
  • Salzburg: 1000 Kilometer
  • Frankfurt am Main: 590 Kilometer
  • Wien: 1250 Kilometer
  • Berlin: 1050 Kilometer
  • Amsterdam: 500 Kilometer

Die Ankunft

Nach langer Fahr kommen wir am Campingplatz an. Direkt vor der Schranke werden wir freundlich, auch in deutscher und englischer Sprache empfangen. Uns wird direkt die Schranke geöffnet und ein Parkplatz für unser Gespann gezeigt. Nun müssen wir in die Rezeption gehen uns und anmelden.

Check-in

Der Check-in ist am Campingplatz in Paris ab 14:00 Uhr möglich. Da ich schon all unsere Daten im Internet ausgefüllt hatte, ist der Check-in schnell erledigt. Und wird unsere Parzelle gezeigt, ein Platzplan mitgegeben, wir erhalten den WLAN-Code, die Gästekarte, einen Code für die Schranke und wir bekommen den Shuttlebus erklärt, welcher zur U-Bahn-Station fahren soll. Nach wenigen Minuten steuern wir unser Gespann auf den uns zugewiesenen Platz.

Die Platzwahl

Es gibt die Möglichkeit, den genauen Platz zu buchen. Dies ist aber mit relativ hohen Kosten verbunden. Die Platzwahl schlägt nämlich mit 65,- (Stand Sommer 2022) zu buche. In der Buchungsstrecke wird man über die Art des Fahrzeugs oder Zelts und dessen Maße bzw. Länge gefragt. Nimmt man die kostenpflichtige Platzwahl nicht in Anspruch, so wird einem ein passender Platz zugewiesen.

Was bietet der Platz

Für einen Stadtcampingplatz ist die Ausstattung des Campingplatzes völlig in Ordnung. Die Parzellen sind ausreichend groß, es gibt jede Menge natürlichen Schatten und übliche Ausstattungen sowie einen etwas anderen Sanitärbereich. Details erfahrt ihr im Folgenden:

Die Stellplätze

Der Campingplatz bietet über 300 Stellplätze an. Diese befinden sich zwischen der Seine und der Alleé du Bord l’Eau, welche den Campingplatz vom Boi de Bologne Park trennt. Das Seine-Ufer ist durch Gebüsch und einen Zaun vom Campingplatz getrennt und nicht zugängig. Der Fluss ist in diesem Bereich auch stark verbaut, tief und wird von großen Schiffen befahren. Auf den Plätzen zur Straße hin ist der Straßenlärm gut zu hören, die Straße ist gut befahren. Abends lässt der Verkehr aber etwas nach. Da im Park regelmäßig Festivals und Konzerte stattfinden, ist auch von dieser Seite teilweise eine Geräuschkulisse zu erwarten. Wir konnten die Bässe von den Rolling Stones und am anderen Wochenende verschiedene Basslines von EMD-Künstler der Lollapalooza Festivals Paris hören. Damit muss man allerdings auf einem Campingplatz in einer Großstadt rechnen, wir konnten trotzdem erholsam schlafen. Da das Festival genau am Tag der Anreise stattfand, rund um das Festivalgelände keine Parkplätze zu finden sind und zusätzlich einige Straßenzüge gesperrt waren, mussten wir einen anderen Weg wählen, als uns das Navi vorgeschlagen hatte.

Wie sind die Parzellen beschaffen?

Manche Stellplätze haben etwas Gras und Wiese als Untergrund, die meisten bestehen jedoch aus einer Mischung aus Laub, Erde, Steinen und Sand. Der Untergrund ist locker bis fest. Mit unsere normalen Kunststoff-Heringen und mitunter Stahlstiften konnten wir unseren Zeltanhänger gut sichern. Ein guter Vorzelt-Teppich empfiehlt sich hier dringend, da recht viel lockere Erde, Laub, Nadeln und Sand auf dem Boden vorhanden sind. Die Parzellen sind eben. Die Schnitte der Parzellen sind unterschiedlich – manche sind quadratisch, manche eher länglich rechteckig.

Sonne- bzw. Schatten

Viele Bäume spenden im Wäldchen des Campingplatzes viel natürlichen Schatten. Kaum eine Parzelle, welche den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt wäre. Die meisten haben Halbschatten bzw. sind komplett abgeschattet.

Strom und Wasser

Stromkästen mit Standard CEE Anschluss sind in der Nähe jeder Parzelle zu finden. Der Strom ist allerdings relativ teuer. Im Jahr 2022 wird eine Pauschale von 6,60 Euro pro Nacht für den Strom verrechnet. Dafür ist die Leitung auch mit 10 Ampere abgesichert.  Wassersäuen sind ebenso zwischen den Parzellen zu finden, in Paris gibt es tolles Trinkwasser.

Zeltwiese

Eine kleine Zeltwiese ist am Platz vorhanden. Ideal für Rucksackreisende, hier kann das kleine Iglu-Zelt aufgeschlagen werden. Autos dürfen keine geparkt werden. Die Wiese ist größtenteils eben, mit einem kleinen Hügel in der Mitte. Wenige Tische mit Bänken findet man auch auf der Wiese verteilt.

Mobilehomes, Campingfass, Mietzelte oder Appartments

Nicht nur Zelten oder Camping kann man auf diesem Campingplatz. Für Leute ohne Wohnwagen gibt es am Camping de Paris auch Mietunterkünfte verschiedenster Art:

Diese Mobilehomes stehen zur Verfügung

Die Mietunterkünfte können, wie auch die Stellplätze direkt über die Webseite des Campingplatzes gebucht werden.

Die Sanitäranlagen

Ungewöhnlich sind die Sanitäranlagen am Campingplatz in Paris. Beim ersten Gang auf die Toilette sucht man vergebens, wo hier Frauen oder Männer ihre Notdurft verrichten können, denn eine Trennung zwischen den Geschlechtern ist hier nicht vorgesehen. Weder bei den WCs noch bei den Waschräumen ist eine Trennung zwischen weiblichen und männlichen Gästen vorhanden. Am Campingplatz sind gesamt drei Waschhäuser verteilt, von keinem Teil des Platzes ist es sehr weit zum nächsten Sanitärhaus.

Duschen, Waschbecken

Ein großer Raum mit ein paar offenen Waschbecken und etliche Türen. Hinter diesen Türen verstecken sich entweder Waschbecken, Duschen oder beides. Auch eine Babybadewanne ist vorhanden. In diesem Raum halten sich, wie schon oben erwähnt, Männer und Frauen auf. Da jede Dusche bzw. auch jeder Waschplatz über genügend Platz zum Umziehen und einem kleinen Vorraum mit Haken und Bank verfügt, stellt diese „Nicht-Trennung“ aber überhaupt kein Problem dar. Es ist zugegebener Weise ungewöhnlich, uns hat es aber nach kurzer Zeit gar nicht gestört. Sauber waren die Anlagen zu jeder Zeit und trotz der hohen Frequenz war auch immer eine freie Dusche oder auch ein freier Waschplatz zu bekommen.

WC Anlagen

Wie auch bei den Duschen gibt es ebenfalls bei den WCs keine Trennung zwischen den Geschlechtern. Das hat uns auch nicht groß gestört, da jeder hinter verschlossenen Türen sein Geschäft verrichtet. Im hinteren Bereich gibt es zusätzlich drei Pissoirs, welche beim Betreten aber nicht einsehbar sind.

Die Türen sind teilweise recht schwer zu verschließen und wegen der hohen Frequenz war bei unseren Besuchen auch teilweise kein Klopapier in einzelnen Kabinen. Sauber waren sie aber so gut wie immer.

Geschirr- und Wäschewaschen

Die Geschirr- und Wäschewaschbecken sind jeweils vor den Sanitärgebäuden im Freien moniert. Sie sind zweckmäßig, jedoch manchmal nicht überdacht und manchmal mit verwehten Blättern der Bäume verunreinigt.

Gastronomie

Ein kleines Café-Restaurant findet man in der Nähe der Rezeption. Von Frühstück bis Pizza, Salate und Grillgerichte kann man hier – zu höheren Preisen – essen. Das Lokal hat von 8 bis 11 und von 17 bis 23 Uhr geöffnet, im Juli und August ist das Restaurant durchgängig offen. Das Lokal verfügt über einen Gastraum und eine große Terrasse. Auf dieser ist auch ein Imbisswagen zu finden, der in den Sommermonaten Pizza zum Mitnehmen anbietet.

An manchen Tagen findet ein Unterhaltungsprogramm statt. Hier auf den Bildern sieht man einen Zauberer, der im Restaurant auftritt.

Einkaufen am Campingplatz

Hat man etwas vergessen, so kann man im kleinen Laden am Campingplatz einkaufen. Das Sortiment ist klein, die Preise hoch. Am besten ist noch das Sortiment an Getränken, aber auch das ist kostspielig. Eine Dose Bier kostete etwa im Juli 2022 über 3,- Euro.

Brötchenservice

Morgens sowie den ganzen Tag über gibt es im Laden klassische und traditionelle Baguette, Croissants sowie Pain au chocolat. Das Gebäck war immer hervorragend und im Gegensatz zu den anderen Waren preiswert. Für einen wunderbaren und französischen Start in den Tag die perfekte Wahl.

Weitere Angebote am Campingplatz

  • WLAN ist dem Preis inkludiert, den Zugangscode erhält man beim Check-in auf der Campingkarte. Auf unserem Platz, welcher ziemlich genau in der Mitte des Campingplatzes war, hatten wir meist gutes Internet. Zu den Stoßzeiten litt allerdings die Geschwindigkeit sehr, dass wir auch teilweise auf unser eigenes mobiles Roaming-Datenvolumen zurückgriffen
  • Ein Spielplatz für Kinder befindet sich im vorderen Bereich zwischen Rezeption und Restaurant. Spielgeräte aus Holz, ein Boden aus Kies, Klettermöglichkeiten und jede Menge Platz zum Toben machen diesen Spielplatz für kleinere Kinder attraktiv. Auch ein Tischtennistisch ist vorhanden. Es fühlt sich gar nicht nach „Stadtcamping“ an.
  • Für Schlechtwettertage gibt es im Restaurant einen Gemeinschaftsbereich mit Büchern, Billardtisch und Fernseher.
  • Ein Waschsalon mit Waschmaschine und Trockner ist im hinteren Bereich zwischen den Mietunterkünften zu finden. Hier wäscht auch das Personal die Bettwäsche der Zimmer. Das nette Personal war bei der Bedingung der Maschine behilflich – Waschmünzen können an der Rezeption gekauft werden.
  • Das Personal an der Rezeption ist mehrsprachig, an den Namenskärtchen kann man mittels Landesflagge ablesen, welche Spreche gesprochen werden. Neben Französisch und Englisch wird teilweise auch Spanisch, Deutsch oder Niederländisch gesprochen.
  • Ein Fahrradverleih ist direkt am Campingplatz in der Hochsaison vorhanden. Um die nähere Umgebung wie den Bois de Boulogne und die angrenzenden Parkanlagen und Seen zu erkunden sicherlich eine gute Idee. Ob man mit dem Fahrrad die Innenstadt erkunden möchte, wage ich aber zu bezweifeln. Der Verkehr in Paris ist chaotisch und überforderte uns teilweise schon als Fußgänger.
  • Servicebereich für Wohnmobile: Entsorgung und Versorgung ist an einigen Stellen, ziemlich zentral auf der Straße gegeben.
  • Hunde sind am Campingplatz gegen Gebühr erlaubt.
  • Öffentliche Gefrierschränke zum Aufladen der Kühlelemente stehen den Gästen zur Verfügung.

Einkaufen in der Nähe

Es gibt recht wenige Shops in der Nähe. Wir mussten das Auto bemühen und haben mit Google Maps einen Lidl auf der anderen Seite der Seine gefunden. Die Anfahrt war trotz der 2 Kilometer sehr zeit- und nerven raubend. Wir haben direkt auf Vorrat zum Essen und Trinken eingekauft, dass wir danach nurmehr Kleinigkeiten aus der Stadt mitbrachten. Shops und Läden sind keine in fußläufiger Nähe.

Paris erkunden

Eines vorweg: Die nächste Metro (U-Bahn) Station ist mindestens drei Kilometer entfernt. In die Innenstadt, durch den Bois de Boulogne sind es etwa 5 Kilometer. Man kann Paris und die Sehenswürdigkeiten mit verschiedenen Verkehrsmitteln erkunden. Hier unsere Tipps:

  • Shuttlebus plus U-Bahn
    Schon beim Check-in wird einem der campingplatzeigene Shuttlebus an Herz gelegt. Der Bus fährt zu ab 8:00 Uhr im Halbstundentakt zur U-Bahnstation „Porte Maillot“ und retour. Die Station ist direkt bei der Einfahrt des Campingplatzes. Jede Fahrt kostet (Stand Juli 2022) 2,- €, kauft man 10 gibt’s eine Gratis dazu. Wir haben uns gegen diese Variante entschieden. Einerseits muss man hier den Shuttelbus und die U-Bahn Karten bezahlen, andererseits ist man nach etwa einer halben Stunde erst bei der Metrostation und benötigt sicher nochmals eine halbe Stunde, um zum Beispiel zum Eiffelturm zu gelangen.
  • Mit eigenen Fahrzeugen
    Gegen eine Fahrt in die Innenstadt von Paris haben wir uns schon bei der Anfahrt entschieden. Wir wollten an diesem Verkehrschaos weder mit dem Auto noch mit dem Fahrrad teilnehmen. Es schien uns zu anstrengend und auch in gewisser Hinsicht zu gefährlich
  • Mit der Metro und dem Bus
    Wir haben uns dafür entschieden, Paris und die Umgebung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden. Zwei Buslinien halten etwa 500 – 700 Meter nahe des Campingplatzes und fahren auch in regelmäßigen Abständen. Zum Navigieren nutzt man entweder GoogleMaps oder die offizielle App der RATP, welche einfach im jeweiligen Appstore zu finden ist. In beiden Apps werden annähernd Echtzeitdaten und Routenvorschläge sowie alle Umstiege angezeigt. in Paris gibt es verschiedene Tickets, Strecken oder Tagestickets und vieles mehr. Wir haben uns für den Navigo Pass entschieden. Der kostet pro Woche etwas mehr als 22,- Euro, allerdings muss man ein Passbild darauf kleben. Der Vorteil ist, dass dieser Pass dann die ganze Woche für alle Verkehrsmitteln im Großraum Paris gilt. Den Navigo erhält man allerdings nur bei manchen U-Bahn Stationen, also der erste Marsch zur Matrostation bleibt leider nicht aus. Wichtig: Passbild mitnehmen! Mit dem Navigo konnten wir also auch zum Disneyland Paris und mit dem RER, den Schnellbahnen zum Schloss Versailles fahren. Wir würden uns jederzeit wieder für dieses Modell entscheiden, da mit der Karte jede Fahrt inkludiert ist, sogar der Schrägaufzug zum Sacré-Cœur und die Kosten im Vergleich sehr günstig waren.

Preise – was kostet der Aufenthalt?

Die Preise auf dem Campingplatz sind branchenüblich und für einen Platz grünen Platz zentral in der Hauptstadt Frankreichs unserer Meinung nach angemessen. Zusatzoptionen wie schon der Stromanschluss, ein separates Zelt oder die Reservierung einer exakten Parzellennummer kommen, sind aber recht teuer.

Beispiel 1

€77,-

Für 2 Erwachsenen und 2 Kindern im Wohnmobil und Stromanschluss zahlt man im Sommer 2022 pro Nacht 77,- Euro.

Beispiel 2

€50,-

Zwei Erwachsene im Van, welche keinen Strom beziehen, bezahlen in der gleichen Zeit 50,- Euro pro Nacht.

Die Preise sind Beispiele und sind von uns mit Stand Juli 2022 von der aktuellen Preisliste erhoben worden und dienen nur zur Orientierung. Abweichungen und Änderungen vorbehalten.

Paris erleben

Es gibt zahlreiche Reiseführer, die einem das Leben in Paris erleichtern. Den wirklichen Geheimtipp gibt es dabei nicht. Alle Museen, alle Pariser Sehenswürdigkeiten, Parks, Shops uns Lokale sind es Wert, besichtigt zu werden.

Trotzdem gibt es einiges, was uns gut gefallen hat und einiges, was wir entdeckt haben:

  • Vorsicht Taschendiebe: Es vor kurzem erschien eine Studie, die 4 von 10 der häufigsten Taschendiebstähle an beliebten Plätzen in Paris attestierte. Achten Sie auf ihr Gepäck, nutzen Sie diebstahlsichere Rucksäcke, nehmen Sie niemals zu viel Bargeld mit, halten Sie auch Kopien ihrer Reisedokumente bereit, tragen Sie in gegebenenfalls den Rucksack auch vorn und achten Sie auf einander.
  • Eiffelturm: Unbedingte auch am Abend erkunden. Außerdem ist die Ansicht vom Brunnen auf der gegenüberliegenden Seite der Seine unserer Meinung nach die Beste. An einem heißen Sommertag planschten hier viele Einheimische und Touristen zusammen im Becken.
  • Louvre: Das größte Museum hat einen täglichen Besucheransturm und mehrere Stunden Wartezeiten vor dem Einlass. Buchen Sie ihr Zeitticket vorab im Internet, dann kommen Sie innerhalb von 30 Minuten ins Museum und können der Mona Lisa „Hallo“ sagen. Übrigens ist auch das Luxus-Einkaufszentrum unter dem Louvre, das Cirque du Louvre einen Besuch wert! Die Gegend um das Louvre zu erkunden, ist auch spannend. An der Hauptstraße findet man viele Flagshipstores, ein paar Seitenstraßen weiter gibt es Vintage-Läden und spannende Gastronomie.
  • Einen Besuch der Basilika Sacré-Cœur de Montmartre und dem umliegenden Künstlerviertel sollte man unbedingt besichtigen. Der kleine Schrägaufzug zur Basilika ist übrigens im Wochenpass „Navigo“ inkludiert. Herum um die Basilika gibt es von Kitsch und Souvenirs, Süßes und Macarons, Ateliers und Café alles – von argem Kitsch bis zur edlen Kunst. Ein tolles Mischmasch.
  • Die Avenue des Champs Élysées rauf und runter spazieren, Schaufensterbummel an den Auslagen der edlen Designerflagshipstores bis zum Triumphbogen und retour.
  • Längst kein Geheimtipp mehr, aber dennoch schön: Die Dachterrasse der Galeries Lafayette bietet eine schöne Aussicht und ist noch dazu während der Öffnungszeiten des Kaufhauses kostenlos zu besuchen.

Das sagen andere zum Campingplatz

Positiv: Toller Campingplatz für Städtereisen
Die meisten Gäste waren von der Lage des Campingplatzes begeistert, da er sich in der Nähe von Paris befindet und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bietet. Viele lobten auch die freundlichen Mitarbeiter und den sauberen Zustand der Sanitäranlagen. Besonders positiv wurde auch der Shuttlebus-Service zur nächsten Metrostation bewertet, der es den Gästen erleichterte, die Stadt zu erkunden. Einige Gäste empfanden den Campingplatz als ruhig und familienfreundlich.

Negativ: Lärm und Baustelle trüben den Aufenthalt
Einige Gäste bemängelten den Lärm, der von der angrenzenden Straße und dem Flughafen verursacht wurde. Auch die Bauarbeiten auf dem Campingplatz wurden als störend empfunden. Einige Reisende fanden die Stellplätze zu klein und die sanitären Anlagen in einigen Bereichen ungepflegt. Auch die fehlende Möglichkeit, im Restaurant zu essen und einzukaufen, wurde kritisiert. Einige Gäste waren enttäuscht, dass der Campingplatz für den Preis nicht den erwarteten Komfort bot.

Fazit: Praktischer Ausgangspunkt für Paris-Besuch
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Campingplatz eine praktische Option für einen Städtetrip nach Paris darstellt. Die gute Lage und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wurden von den meisten Gästen positiv bewertet. Allerdings wurden auch einige negative Aspekte wie der Lärm und die Bauarbeiten genannt. Trotzdem empfehlen viele Gäste den Campingplatz als Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden, besonders für Reisende mit Wohnmobilen oder Fahrrädern.

Letzte Aktualisierung am 25.02.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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